Laufverlegung der Aller in einen Altarm

Die Altarme zwischen Gifhorn und Flettmar (Kreisgrenze zu Celle) sind die letzten Zeugen des ursprünglich gewundenen Verlaufs der Aller. Als Folge der vergangenen Begradigungen ist der Fluss heute in diesem Bereich ein eher träge dahinfließender Flachlandfluss.

Im Jahr 2024 hat die ÖSH den Flusslauf der Aller durch einen Altarm verlegt und den Verlauf dadurch um etwa 300 Meter verlängert. Eine Sohlschwelle im begradigten Allerverlauf lenkt nun insbesondere das Mittel- und Niedrigwasser durch den Altarm, während der begradigte Verlauf weiterhin als Hochwasserüberlauf dient. Mehrere Raubäume wurden entlang der Ufer befestigt, um die Strukturvielfalt zu erhöhen, Fischen Unterstände zu bieten und die Ufer vor Abbrüchen zu schützen.

Durch die Rückverlegung des Flusses in seinen alten, strukturreichen Verlauf mit variierenden Breiten und Tiefen wurde erneut Strömungsvielfalt geschaffen und vielfältige Lebensräume für Pflanzen, Fische und andere Wasserlebewesen entwickelt. Die Maßnahme unterstützt zudem den Wasserrückhalt in der Landschaft, der insbesondere in trockenen Jahreszeiten für Flora, Fauna und angrenzende Grünlandflächen von großer Bedeutung ist.

Gemeinsam mit dem ASV Gifhorn werden in den Wintermonaten noch Gehölze gepflanzt.