Ökologische Aufwertung einer Teichanlage am Bruchbach

Im Landkreis Celle in der Nähe von Eversen liegt eine kleine, nicht mehr aktiv genutzte Teichanlage im FFH-Gebiet „Entenfang Boye und Bruchbach“. Der Zustand der Teiche war aus naturschutzfachlicher als eher schlecht anzusehen. Ende des Jahres 2025 konnten Arbeiten zur naturnahen Umgestaltung der Teichanlage fertiggestellt werden. Ziel der Maßnahme war es, die Lebensbedingungen für wassergebundene Arten wie Amphibien und Libellen nachhaltig zu verbessern.

Als Basis für die Planung dieser Aufwertung haben wir in Kooperation mit dem Anglerverband Niedersachsen (AVN) im Frühjahr und Sommer 2025 die vorhandenen Amphibien- und Fischarten in der Teichanlage untersucht. Insgesamt konnten wir dort sechs verschiedene Amphibienarten nachweisen: Erdkröte (Bufo bufo), Grasfrosch (Rana temporaria), Teichfrosch (Pelophylax esculentus), Kleiner Wasserfrosch (Pelophylax lessonae), Teichmolch (Lissotriton vulgaris) und Bergmolch (Ichthyosaura alpestris). Die Fischfauna war erwartungsgemäß artenarm. Sehr erfreulich war aber der Fund mehrerer Schlammpeitzger (Misgurnus fossilis), eine in Niedersachsen stark gefährdete Fischart.

So wurden dann Ende des Jahres 2025 an mehreren Gewässern die hoch gewachsenen Gehölze entfernt, sodass die Teiche nun stärker besonnt sind und kein Laub mehr eingetragen wird. Viele Amphibien- und Libellenarten präferieren nämlich eher gut besonnte Gewässer. Der Gehölzschnitt wurde zum Teil direkt vor Ort weitergenutzt, indem dieser zu Reptilienhabitaten aufgeschichtet wurde. Kernstück der Maßnahme war dann die Entschlammung und Uferneumodellierung eines Teiches. Durch die Entschlammung wurden dem Gewässer Nährstoffe entzogen. Und die naturnahe Gestaltung eines flach auslaufenden, variablen Ufers hat die Lebensraumbedingungen verbessert.

Zukünftig werden wir dann auf Basis der vor der Umgestaltung durchgeführten Erfassungen von Amphibien und Fischen den Erfolg der Maßnahme durch weitere Erfassungen überprüfen.